Für die Gletscherbildung wird zunächst einmal eine Jahresdurchschnittstemperatur von unter 0°C benötigt. Unter der sogenannten Ablation versteht man den Umstand dass Schnee schmilzt oder sublimiert. Für die Schnee-Akkumulation muss die Ablation geringer sein als die Menge des Schneefalls damit die Schneefelder an Mächtigkeit zunehmen.
Durch Druck kommt es zu einer Zunahme der Mächtigkeit durch Kompaktion, es findet eine Schneemetamorphose von Schnee über Firn zu Eis statt. Der Gletscher bewegt sich dann von seinem Nährgebiet talabwärts zu seinem Zehrgebiet.
Innerhalb des Gletschers lässt sich der Weg durch das Eis gut verfolgen. Der Weg spieglt sich an der Firnline, die auch die Schneegrenze darstellt. Die Jahresschichten im Eis lassen sich bei Vulkanasche in Island gut als Ogiven erkennen.
Bleibt das Nährgebiet konstant und befindet sich der Gletscher im Fließgleichgewicht, ist also die Akkumulation gleich der Ablation, dann spricht man von einem stationären Gletscher. Dagegen wird bei dem rückschmelzenden Gletscher das Nährgebiet immer kleiner, die Gleichgewichtslinie wandert in diesem Fall langsam hangaufwärts.