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Mittwoch, 29. April 2009Solifluktion
Unter Solifluktion versteht man ein Bodenfließen ab 2° Hangneigung auf einem Permafrostboden.
Wird dieser Permafrostboden nun oberflächlich durch Sonneneinstrahlung aufgetaut, kann durch die geringe Temperatur allerdings kaum Feuchtigkeit verdunsten. Das Tauwasser staut sich dann auf der darunter liegenden gefrorenen Schicht. Dadurch kommt dann der Oberboden in eine Fließbewegung. Mittwoch, 29. April 2009Versatzdenudation
Bei der Versatzdenudation handelt es sich um ein Bodenkriechen mit Lockermaterial und meist durch Frost bedingt. Aufquellen oder gefrieren des Bodens hebt den Boden senkrecht zum Hang ein kleines Stück an. Nach dem austrocknen oder auftauen fällt er jedoch nicht senkrecht zum Hang zurück, sondern der Gravitation folgend senkrecht zum Erdmittelpunkt!
Dadurch ergibt sich eine langsam kriechende Zickzack-Bewegung die hangabwärts geometrisch abnimmt. Es wird vermutet, dass der Säbelwuchs von Bäumen am Hang (nicht zu verwechseln mit Windflüchtern!) mit der Versatzdenudation zusammenhängt. Dabei staut sich Material vor der Wurzel der Pflanze und dahinter fehlt es. Dies kann man ähnlich auch bei künstlichen Hindernissen wie Zaunpfählen beobachten. Mittwoch, 29. April 2009Mure
Eine Mure ist ein Schlammstrom aus Steinen, Schlamm und Wasser und vor allem im Hochgebirge zu finden.
In einer Nische akkumuliert sich Schutt über einige Jahre und wird durch Niederschlag mit Wasser gesättigt. Ist ein bestimmtes Volumen an Lockermaterial und eine ausreichende Durchtränkung erreicht kommt es zu einem Murenabgang. Das Wasser ist dabei nicht Träger der Bewegung! Die Reibung wird durch das Wasser aber so weit vermindert dass das Material über die Murbahn kegelförmig und ohne graduelle Sortierung in den Murkegel fließen kann. Mittwoch, 29. April 2009Erdrutsch
Für einen Erdrutsch braucht es Lockermaterial wie Sand und kräftigen Niederschlag (oder künstliche Feuchtigkeit wie z.B. ein Rohrbruch). Diese versickert hangparallel (als sogenannter Interflow bedingt durch die Schichtung im Hang) und knapp unter der Erdoberfläche.
Die Wassersättigung nimmt nach unten hin immer weiter zu und der Reibungswiderstand zwischen den Partikeln immer weiter ab. Es entsteht zungenförmig ausfließendes Material aus einer Nische, das als Erdrutsch abgeht. Dadurch nimmt die Hangstabilität rückwärts gerichtet weiter ab. Schließlich entsteht ein recht stabiles und trockenes treppenartiges Profil. |
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