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Mittwoch, 27. Mai 2009Durchbruchstal
Bei einem Durchbruchstal unterschiedet man zwischen vier Typen:
Antezedentes Durchbruchstal Ante heißt vorher und vorher war in diesem Fall der Fluss da. Der Erdboden ist ist in Schichten aufgebaut und auf der Oberfläche verläuft ein Fluss. Nun hebt sich durch eine tektonische Störung ein Teil des Bodens, dies verläuft aber so langsam, dass der Fluss Gelegenheit hat sich in den Boden einzuschneiden. Epigenetisches Durchbruchstal Bei dem epigenetischem Durchbruchstal war das Relief zuerst da. Als Ausgangsituation hat die Oberfläche also eine Reliefstruktur. Danach wird durch Hebung oder Absenkung unter den Meeresspiegel die gesamte Fläche überflutet und dabei auch Sediment eingetragen. Zieht sich das Wasser irgendwann nun wieder einmal zurück bilden sich Flüsse, da das Wasser sich zusammenzieht und zur Bildung von Rinnsaalen neigt. Diese Flüsse verlaufen dann in der Ebene auf dem Sediment. Das Sediment wird zwar im Laufe der Zeit durch flächenhafte Denudation abgebaut, der Fluss schneidet sich aber in das darunterliegende Relief ein um seinen Verlauf zu erhalten. Überlauf-Durchbruchstal Beim Überlauf-Durchbruchstal hat sich ein instabiler Staudamm durch z.B. einen Bergsturz gebildet. Hinter diesem staut sich das Wasser, bis es irgendwann durchbricht und sich der Fluss durch die Schwelle schneidet. Regressions-Durchbruchstal Beim Regressions-Durchbruchstal ist ein Prozess mit rückschreitender Erosion. Dazu braucht man einen Hang, an dem Wasser herunterfließt. Zunächst bilden sich weiter unten Rinnsaale, die sich in den Hang einschneiden. Dieser Prozess setzt sich hangaufwärts weiter fort, das Rinnsaal schneidet sich immer weiter in den Hang (Berg) ein, bis der Hang vollständig durchschnitten ist. Dienstag, 26. Mai 2009Flächenhafte Signaturen
Für flächenhafte Signaturen können vorgegebene Farbverläufe ausgewählt werden, die einen Teil des Farbspektrums darstellen. Diese lassen sich auch selbst definieren.
Nominale Daten lassen sich über "category unique values" flächenhaft darstellen. Die flächenhafte Darstellung ist die einfachste Form der Signaturen, die sich hier Symbology nennt. Die Anzahl der Klassen kann direkt eingestellt werden. Nach der Sturges-Formel log(n)*3,32+1 ergeben sich für 13 Bezirken z.B. 4 unterschiedliche Farben. Ordinale und kardinale (metrisch skalierte) Daten lassen unterschiedliche Klassenbildung zu. Neben Quantilen und Natural Breaks sind auch manuell festgelegte Grenzen möglich. Dienstag, 26. Mai 2009Topologieregeln
Topologieregeln können mit einer bestimmten Genauigkeit angegeben werden. Fehler in der Topologie wie die Überlappung von Bezirken lassen sich so erkennen.
Gemeint ist damit die Angabe der Größe wann zwei Punkte noch als aufeinander liegend akzeoptiert werden, wie weit also zwei Koordinaten auseinander liegen und trotzdem als aufeinander liegend akzeptiert werden. Abhängig davon wie die Daten erfasst wurden ist hier ein Wert von 5 Metern adäquat. Dazu muss man die Feature Class auswählen, die in die Topologieregeln eingehen sollen. Hier können auch Ränge vergeben werden, der höchste ist dabei die 1, die bewegen sich am wenigsten. Niedrige Ränge werden beim späteren Topologie-Abgleich am meisten bewegt! Der Rang steht so mit der Genauigkeit, mit der die Daten erhoben werden in einem indirekten Zusammenhang, da man genau erhobene Daten nicht verschieben möchte, weil ungenaue Daten so weit weg liegen. Rot markiert wird bei der Erstellung der Topologie was als Fehler erkannt wurde. Danach kann die Topologie validiert werden. Aus der Toolbar werden Editor und Topology benötigt. Nach Start Editing kann dann die Funktion Validate Entire Topology angewandt werden. Dienstag, 26. Mai 2009Klassenbildung
Als Prinzipien der Klassenbildung kann man ansehen: Die Gemeinsamkeiten innerhalb einer Klasse so groß wie möglich zu machen, aber Unterschiede zwischen den Klassen so groß wie möglich zu machen.
Der entstehenden Klassen müssen alle Werte der Datenreihen abdecken und werden durch angrenzende Werte abgegrenzt, d.h. die Klassen sollen sich nicht überlappen! Beispielsweise "1 bis <2", "2 bis <3". Die Klassen dürfen außerdem nicht nach oben oder unten offene Klassen bleiben, gerne im Diercke Weltatlas verkehrt gemacht, also Klassen wie "200 und mehr", besser den Maximalwert hier auch nennen wie "200-355" wenn 355 der höchste Wert der Datenmenge ist. Elegant ist die Bildung von natural breaks, dabei werden die Klassengrenzen an die Minima oder Lücken der Historgrammkurve angelegt. Das diese natürlichen Häufungen meist ohnehin ihren Grund haben ergeben sich bei der Gelegenheit oft auch gleich Sinnklassen. Die Klassenanzahl sollte angemessen zur Anzahl der geografischen Objekte sein. Hier bietet sich die Sturges-Formel an: x=1+3,32*log(Anzahl). Einfachere Berechnungen ziehen nur die Wurzel aus der Anzahl der Datensätze. Für bipolare Klassen sind 7 ein guter Wert, man hat dann drei drüber und drei drunter. Die Genauigkeit der Klassen darf nicht größer sein als die der Daten, es ist nicht sinnvoll mehr Stellen anzugeben für die Klassengrenzen als die Daten hergeben. Dabei sind auch die Ergebnisse von Berechnungen auf signifikante Stellen zu überprüfen! Leere Klassen dürfen nicht auftauchen und sind ein klarer Fehler bei der Klassenbildung. So etwas kann bei Klassenbildung wie Quantile nicht passieren, da hier in jede Klasse die selbe Anzahl an Werten geschoben wird. |
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