Unter der Bezeichnung
glaziale Serie versteht man den idealen Ablauf der glazialen (durch den Gletscher, die Eiszeit) und glazifluvialen (durch das Schmelzwasser bedingten) Formen.
Die glaziale Serie beginnt in der
Grundmoräne mit Till, Drumlins und Rundhöckern und geht weiter mit den Endmoränen.
Typisch ist hier die
Stauchendmoräne mit vorgelagertem Zungenbecken, in dem man dann den feinen Beckenton finden kann. Dieser entsteht durch Exaration, also Ausschürfung durch den absterbenden Gletscher. Der Gletscher fand hier ein stabiles Ende.
Alternativ kann es auch einen
Satzendmoräne sein, bei der der Gletscher durch eine Blockpackung aus (Fels-)Blöcken und Steinen gestoppt wurde. Hier war also ein Hindernis im Weg.
Die Endmoräne wird mit einem
Sander später überlagert, wenn der Gletscher schmilzt. Diese glazifluvialen Ablagerungen beginnen nicht erst wie oft behauptet erst hinter der Endmoräne! Viele Truppenübungsplätze wurden auf solchen Sandern errichtet.
In Mitteleuropa enstanden dann beim abschmelzen der Gletscher die
Urstromtäler durch die abfließenden Wassermengen. Der Gletscher kam hier nämlich mit ansteigendem Niveau an und das Wasser musste zurück ins Meer.
Dabei entstanden auch bahndammartige Strukturen aus dem absterbenden Eis, die sogenannten
Oser. Vereinzelt gab es auch abgetrennte Eisblöcke, die zugedeckt und dann später erst schmelzen konnte und dann zu einem
Toteisloch führten.