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Donnerstag, 28. Januar 2010Flachbettscanner
Bei einem Flachbettscanner (nicht "Flachbrettscanner"!) wird die Vorlage mit der zu scannenden Seite nach unten auf eine Glasplatte gelegt. Die kombinierte Beleuchtungs- und Abtasteinheit scannt dann dieses "Bett" unter dieser Glasplatte ab, wie man es auch von einem Fotokopierer kennt.
Da die Vorlage nicht eingezogen oder irgendwie bewegt wird, kann man damit von Armbanduhr bis Zwischenzeugnis alles scannen was auf die Glasplatte passt. Nur transparente Objekte wie Dias und Negative lassen sich nicht damit scannen, da sie von der Vorderseite durchleuchtet werden müssen. Dafür gibts Flachbettscanner mit einer so genannten Durchlichteinheit oder sogenannte Filmscanner. Bei der Abtastung mit der CCD-Zeile kann es je nach Bauart einen Durchgang oder jeweils einen pro Farbe (RGB) geben. Dabei erfassen die Lichtsensoren die Intensität der Farbe und wandeln sie in einen Grauwert mit der gewählten Farbtiefe (meist 8 Bit) um, der dann am Computer gespeichert wird. Die Auflösung für den Scan wird ppi (Pixel per inch) angegeben. Die Scanauflösung ist dabei abhängig vom Verwendungszweck. Dabei muss auch ein Maßstabswechsel zwischen Vorlage und Ausgabeprodukt berücksichtigt werden! Die mindestens erforderliche Scan-Auflösung kann als Produkt von Ausgabeauflösung und Maßstabsfaktor berechnet werden. Oder um es einfacher zu sagen: Soll ein Bild gescannt werden für den Offsetdruck und dort fünf mal so groß sein, dann muss mit 5*300dpi also 1500 dpi gecannt werden. Darauf darf dann noch ein Qualitätsfaktor von 1,2 bis 2 gerechnet werden. Mit 2400 dpi würden wir hier ganz gut liegen. Die Auflösung kann besser wieder heruntergerechnet werden, nebenbei wird so auch Moire vermieden. Außerdem werden keine Details auszulassen denn diese sind durch Interpolation nicht mehr zu gewinnen. Allerdings sollte man auch nicht zu hoch in der Auflösung beim Scanner gehen, denn einige interpolieren eh nur und allzu große Dateien stören dann doch in der weiteren Verarbeitung. Donnerstag, 28. Januar 2010Digitaler Workflow
Der digitale Workflow bedeutet die computerintegrierte Fertigung von Druckprodukten und vernetzt die Teilprozesse von Auftragsvorbereitung, Druckvorstufe, Druck sowie Druckweiterverarbeitung und Versandabwicklung.
Auch die Integration von Vorlagenerstellung, Druckvorstufe und dem eigentlichen Druck wird als digitaler Workflow bezeichnet. Fotografen verstehen darunter den wiederholenden und wiederkehrenden Arbeitsablauf von Aufnahme über sichten, verarbeiten und Reproduktion ihrer digitalen Bildern. Dabei ist der Begriff Computer-to-plate (CTP) wichtig, der auf deutsch Digitale Druckplattenbelichtung (DDB) heißt. Das ist ein Verfahren in der Druckvorstufe, bei dem die Druckplatten vom PC aus direkt im Plattenbelichter bebildert werden. Vorher war es üblich, im Verfahren Computer-to-film (CTF) mit einem digitalen Filmbelichters die Computer-Daten erst auf Film zu belichten. Dieser Film kann aber für den Druckprozess noch nicht direkt verwendet werden. In einem Zwischenschritt muss zunächst erst vom Film auf die Druckplatte eine Plattenkopie erstellt und die belichtete Druckplatte entwickelt werden. Aktueller Stand der Entwicklung ist Computer-to-press. Dabei werden die Druckseiteninhalte direkt an die Druckzylinder gesendet nachdem sie Druckseiten innerhalb der digitalen Bogenmontage zu einer Druckform zusammengestellt wurden. Die Druckplattenbebilderung wird dann von der Druckmaschine erledigt. Dabei sind die Druckplatten bereits in der Druckmaschine entweder einmal oder mehrmals beschreibbar. Bei Bedarf werden sie von der Druckmaschine automatisch ausgewechselt, ein manuelles einspannen der Druckplatten entfällt. Der Inhalt kann aber auch bei diesem Verfahren in der Auflage nicht einfach verändert werden. Dies ist eine Stärke von Computer-to-paper, auch als Digitaldruck bezeichnet. Dabei wird das Druckbild direkt von einem Computer in eine Druckmaschine übertragen. Eine statische Druckform wird nicht verwendet, sondern ein für hohe Auflagenzahlen konstruiertes elektrofotografisches Drucksystem (Laserdrucker). Donnerstag, 28. Januar 2010Thermosublimationsdruck
Unter Sublimation verstehen Chemiker und Physiker den thermodynamischen Prozess des unmittelbaren Übergangs eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand. Fest ist beim Thermosublimationsdruck die wachsartige Farbe auf einer Farbträgerfolie.
Durch kurzzeitiges starkes Erhitzen (bis ca. 400° Celsius) verdampft die Farbe sofort, ohne erst flüssig zu werden, Sublimation eben. Der Dampf schlägt sich dann sofort auf einem Spezialpapier nieder. Mit der Temperatur die aufgewendet wird um die Farbe zu verdampfen kann man dabei die Farbstoffmenge bestimmen, die auf das Papier übertragen wird. Damit ist eine sehr differenzierte Steuerung der Helligkeit und Sättigung der Farben eins Bildpunktes möglich. Im Gegensatz zum Tintenstrahldrucker, der nur Halbtöne durch Druckraster erzeugt lassen sich so leuchtende Farben in allen Abstufungen erzeugen (auch wegen der Reflektion des Lichts am weißen Papier. Thermosublimationsdrucker sind wegen der fotorealistischen Wiedergabe besonders als Fotodrucker beliebt, obwohl die Verbrauchsmaterialien sehr teuer sind. Nur feine Linien kann der Thermosublimationsdruck nicht leisten. Als Alternative bietet sich der Thermotransferdrucker an der Wachsfarben (Solid Ink) direkt durch das Thermotransferfarbband mit dem Heizkopf aufs Papier sogar anderes Trägermaterial druckt. Da sich das Wachs nur verflüssigt und nicht verdampt müssen die Farben nacheinander in Rastertechnik gedruckt werden und die Farbtöne werden durch Dithering erzeugt, da so keine Halbtöne erzeugt werden können. Donnerstag, 28. Januar 2010Moiré-Rasterwinkelung
Moiré entsteht durch Überlagerung von Rastern oder Linien. Dabei entstehen neue Linien. Wenn man beispielsweise ein Bild mit regelmäßig wiederholten Strukturen wie Raster einscannt kommt es zwischen den Rasterungen zu ebenso regelmäßigen Interferenzen, die auf Entfernung für das Auge wieder Linien bilden.
Bei Druckverfahren wie Offsetdruck ist die Ursache eine falsche Rasterwinkelung. Mit einer Rasterwinkelung nach DIN 16547 kann das Problem vermieden werden. Dabei werden die Farben im Vierfarbdruck um diese Winkel von der senkrechten Null-Grad-Linie im Uhrzeigersinn gedreht: Gelb=0°, Magenta=15°, Cyan=75° Schwarz=135°. |
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