| |
Dienstag, 9. Februar 2010
Systematische Fehler bei GPS Geschrieben von GIS
in Vermessung um
23:11
Kommentare (0) Trackbacks (0) Systematische Fehler bei GPS
Erstes systematischer Fehler beim GPS sind schon mal die Bahnfehler. Denn die mit den Satellitensignalen ausgesendeten Bahnen können Fehler von mehreren Metern haben. Allerdings kann man im Nachhinein präzise Bahndaten vom International GPS Service bekommen für das Postprocessing.
Der Uhrfehler, hier spielen relativistischen Effekte eine Rolle, lässt sich im Rahmen der Auswertung z. B. durch Polynom-Ansätze modellieren. Schwerer wiegt das der Einfluß der Ionosphäre in etwa 50 km bis 1000 km Höhe, denn die Ionosphäre ist ein dispersives Medium für Mikrowellen. Der Refraktionseinfluß, also die Ausbreitungsgeschwindigkeit, ist extrem variabel und proportional der Wellenlänge (abhängig von der Elektronenzahl in der Ionosphäre ab und steht in engem Zusammenhang zur Sonnenaktivität und dem Magnetfeld der Erde. Bei Einfrequenzmessungen auf kurzen Basislinien muss dieser systematische Fehler modelliert werden, nur bei Zweifrequenzmessungen kann er über die unterschiedlichen Laufzeiten eliminiert werden. Für den Einfluss der Troposphäre müsste man theoretisch meteorologische Daten für den gesamten Signalweg haben. Praktisch erfolgt eine Modellierung der Troposphäre durch zeitlich begrenzt gültige Mapping-Funktionen. Am Empfänger schließlich gibt es Fehler durch Mehrwegeausbreitung (Multipath) und Beugung der Signale, die sich durch speziell geformte Abschirmungen der Antenne wie Ground Plane oder Choke Ring und die Wahl günstige Messpunkte vermeiden lassen. Das gilt auch für Antennenfehler, denn das Phasenzentrum ist kein fester geometrischer Punkt. Daher empfiehlt es sich, Antennen immer gleichartig auszurichten, z. B. immer nach Norden. Dienstag, 9. Februar 2010Geobasisdaten
Unter Geobasisdaten versteht man Daten des amtlichen Vermessungswesens, mit der die Landschaft und die Liegenschaften mit einem einheitlichen geodätischen Raumbezug anwendungsneutral beschrieben wird.
Die Geobasisdaten sind Grundlage für GIS-Anwendungen, also grundlegende amtliche Geodaten, die durch die Geofachdaten ergänzt werden. Geofachdaten können nur mit Geobasisdaten zusammen verwendet werden, das erst über die Geobasisdaten die eindeutige räumliche Zuordnung ermöglicht wird. Geobasisdaten aus ATKIS (Amtliche Topographisch-Kartografische Informationssystem) sind als topographische Basisdaten für praktisch allen raumbezogenen Planungen verwendbar. ALKIS (Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem) vereint als Geobasisdaten die bisherigen Komponenten ALK (Automatisierte Liegenschaftskarte) und ALB (Automatisierte Liegenschaftsbuch) neu strukturiert. Unter anderem wird dabei eine Beschreibung des Datenmodells in UML definiert und OSKA (Objektschlüssel-Katalog) verwendet, ein ATKIS entwickelter hierarchischer Katalog topographischer Objekte. In der Kartographie verwendet man Geobasis- mit Geofachdaten, um thematische Karten zu erstellen. Die unterschiedlichen Geofachdaten werden in Geoinformationssystemen durch unterschiedliche Attribute dargestellt (auch Fachschalen genannt), die auch den Unterschied zwischen z. B. einem Objekt im ALK (Landinformationssystem) und dem selben Objekt im GIS eines Wasserversorgungsunternehmens ausmachen. Dabei verwendet auch das GIS des Versorgers das amtliche Koordinatensystem, z. B. das Koordinatensystem der Landesvermessung. Es wäre unpraktisch, hier ein eigenes System zu verwenden, da man so nicht so einfach auf die Geobasisdaten zurückgreifen könnte. Für übliche GIS-Lösungen stellt das Liegenschaftskataster die Geobasisdaten bereit. Mit ihnen werden die Landschaft (Topographie) und die Liegenschaften der Erdoberfläche interessenneutral beschrieben. Inhaltlich bestehen der Geobasisdatensatz aus den vorhandenen Daten aus ALK, ALB und ATKIS. Dazu kommen noch DGM und gescannte topographischen Kartenwerke. Donnerstag, 4. Februar 2010Bruchkante
Mit Bruchkanten kann man die vorhandenen linearen Strukturen eines Reliefs (z. B. eine mit Höhen vermessene natürliche Umgebung) wiedergeben. Bei der Erstellung einer Dreieckvermaschung für ein digitales Geländemodell lassen sich so z. B. Böschungskanten eingliedern.
Aus geometrischen Gründen soll die Dreieckvermschung möglichst aus gleich großen und gleich geformten Dreiecken bestehen. Algorithmisch fordert man mit der Delaunay-Triangulation dazu dass in einem Kreis durch drei Punkte kein weiterer Punkt mehr liegen darf, dann gehören diese drei Punkte zu einem Dreieck. Eine Bruchkante stellt aber eine Ausnahme dar. Man schafft damit eine Unterbrechung des kontinuierlichen Verlaufs einer Oberfläche. Besonders von Menschen geschaffene Objektstrukturen führen zu sogenannten harten Bruchkanten, die nicht von der einer Dreiecksvermaschung durchschnitten werden sollen. Auch natürliche Gegebenheiten wie Strukturlinien können im DGM als Bruchkanten angelegt werden. Mit einer horizontalen Hilfsfläche lassen sich aus den Dreiecken des DGM einzelne Prismen bilden, mit den man das Volumen zwischen dem Relief und dem Horizont berechnen kann. Dies lässt sich für die Massenberechnung von Baumaßnahmen einsetzen, das hier die Differenz von den DGMs vor und nach der Baumaßnahme einfach zu berechnen ist. Dabei ist schon bei der Aufnahme, also der terrestrischen Vermessung des Erdbauwerkes, zu beachten: Die Bruchkanten, also meist Böschungen und Straßen, müssen mit aufgenommen werden, damit sie später als Bruchkanten auf im DGM enthalten sind. Nur aus den aufgenommenen Punkten sind die Bruchkanten später nur schwer zu rekonstruieren. Donnerstag, 4. Februar 2010Navigationslösung
Das was handelsübliche GPS-Empfänger, egal ob Outdoor-GPS-Empfänger für Geocaching, GPS-Module im Handy oder Navis fürs Auto machen bezeichnet der Geodät etwas abfällig als Navigationslösung.
Diese Navigationslösung wird dadurch charakterisiert, dass sie nur mit der Code-Auswertung des L1-Signals arbeitet. Seit der Abschaltung der künstlichen Ungenauigkeit ist die Präzision nur noch von den systematischen Fehlern abhängig. Die Strecken zum Satelliten werden über den Zeitcode bestimmt, den der Satellit aussendet. Obwohl drei Satelliten für eine Bestimmung der Position ausreichen würden, sind vier Satelliten erforderlich, da es vier Unbekannte gibt: Drei Stationskoordinaten und ein Empfängeruhrfehler. Die typische Genauigkeit beträgt bei Geräten mit diesem Verfahren etwa 5 m in der Lage. Eine kleine Verbesserung auf 3 m kann man mit Korrekturen wie EGNOS noch erreichen. Für geodätische Zwecke ist dies aber alles unzureichend, dafür werden die Trägerphasen von L1- und L2-Signal ausgewertet. Die typischen Handheld-GPS-Empfänger eignen sich damit nur begrenzt zur Erfassung von Geodaten im mittleren Maßstabsbereich: Für die TK10 ist er nicht geeignet, für die TK25 reicht die Kartengenauigkeit von 5 m gerade noch aus. Zusätzlich sollten Meta-Daten hinterlegt werden, die auf die geringere Genauigkeit der aufgenommenen Daten hinweisen. |
SucheLayer |
Administration • Impressum • IT-Projekte • Geocaching • viertelzackvorschnirk

