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Donnerstag, 28. Januar 2010Integrationszeit
Fast alle Knipskästen der Kompaktklasse arbeiten nach dem One-Shot-Verfahren. Dabei wird nur eine Matrix genau einmal auf einem CCD-Chip belichtet. Das funktioniert so:
Zuerst werden alle Fotoelemente entleert. Erst wenn die Ladungsmenge in den Fotozellen überall Null ist beginnt die Integrationszeit, also die Belichtung. Der Begriff kommt aus der Regeltechnik und bezeichnet dort die Dauer die ein Schaltkreis braucht bis er ein stabiles Signal liefert. In dieser Integrationszeit (Belichtungszeit) nehmen die Fotoelemente der Matrix entsprechend dem einwirkenden Licht Ladung auf. Diese Belichtungszeit kann länger oder kürzer sein um damit wie bei der analogen Kamera die Belichtung zu beeinflussen (passiert heute alles automatisch, das ging auch schon zu Zeiten wo man noch selbst scharf stellen musste). Der CCD ist dann als Bayer-Sensor aufgebaut, das sieht aus wie ein Schachbrett, bei dem die weißen Felder grün empfindlich und die schwarzen abwechselnd rot oder blau empfindlich sind. Damit wird nachgebildet, dass das menschliche Auge auf grün empfindlicher reagiert als auf andere Farben. Einmal klick, belichten (one shot, one matrix), CCD wird ausgelesen, und das Bild ist im Kasten. Man kann auch mit einem Prisma das einfallende Licht auf drei CCDs verteilen (3CCD wirds bei der Videokamera genannt, one shot, three matrix). Da gibts dann natürlich keinen Bayer-Sensor, sondern jeder Sensor nimmt nur seine Farbe auf. Vorteil: Höhere Auflösung und/oder bessere Lichtempfindlichkeit. Wenn sich das Objekt der Reproduktion nicht bewegt wie ein totes Stück Papier beispielsweise kann man auch so vorgehen, dass man dreimal belichtet und dabei die drei Farbfilter einsetzt. Der CCD-Sensor muss dann auch keine Bayer-Matrix haben und kann dadurch schärfere Abbildungen liefern (three shot, one matrix). Trackbacks
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