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Mittwoch, 1. Juli 2009Glaziale Serie
Unter der Bezeichnung glaziale Serie versteht man den idealen Ablauf der glazialen (durch den Gletscher, die Eiszeit) und glazifluvialen (durch das Schmelzwasser bedingten) Formen.
Die glaziale Serie beginnt in der Grundmoräne mit Till, Drumlins und Rundhöckern und geht weiter mit den Endmoränen. Typisch ist hier die Stauchendmoräne mit vorgelagertem Zungenbecken, in dem man dann den feinen Beckenton finden kann. Dieser entsteht durch Exaration, also Ausschürfung durch den absterbenden Gletscher. Der Gletscher fand hier ein stabiles Ende. Alternativ kann es auch einen Satzendmoräne sein, bei der der Gletscher durch eine Blockpackung aus (Fels-)Blöcken und Steinen gestoppt wurde. Hier war also ein Hindernis im Weg. Die Endmoräne wird mit einem Sander später überlagert, wenn der Gletscher schmilzt. Diese glazifluvialen Ablagerungen beginnen nicht erst wie oft behauptet erst hinter der Endmoräne! Viele Truppenübungsplätze wurden auf solchen Sandern errichtet. In Mitteleuropa enstanden dann beim abschmelzen der Gletscher die Urstromtäler durch die abfließenden Wassermengen. Der Gletscher kam hier nämlich mit ansteigendem Niveau an und das Wasser musste zurück ins Meer. Dabei entstanden auch bahndammartige Strukturen aus dem absterbenden Eis, die sogenannten Oser. Vereinzelt gab es auch abgetrennte Eisblöcke, die zugedeckt und dann später erst schmelzen konnte und dann zu einem Toteisloch führten. Mittwoch, 24. Juni 2009Kargletscher
Ein Kargletscher entsteht in einer schüsselförmigen Nische im Nährgebiet des Gletschers mit Bergschrund am Rand. Dieses Gestein ist eine besonders starken Erosion ausgesetzt.
Insbesondere wird der Kesselgrund durch Detersion abgeschliffen, so dass eine Mulde enteht. Am Ausgang der Mulde bildet sich eine Karschwelle als Grenze. Diese Karschwelle wird zwar auch abgetragen, jedoch nie so stark, wie der Boden der Mulde, weil hier der Druck im Kessel und damit die Erosion viel stärker ist. In der Mulde bilden sich dann ein Karsee, wenn der Gletscher abgeschmolzen ist. Mittwoch, 24. Juni 2009Gletschertrog
Ein Gletschertrog entsteht in einem Kerbtal. Dabei sammeln sich in der Trogsohle Sedimente. Die Fjorde sind Beispiele für überflutete Gletschertröge.
Trifft ein kleiner Gletscher auf einen großen, dann geht er darin auf. Dabei entstehen Gletscherspalten, die bis zu 40 m tief sein können. Unter dem enormen Druck reagiert das Eis plastisch und fließt direkt ineinander. Der Verwitterungsschutt an den Flanken des Gletschers bildet die Seitenmoränen. Daher entstehen bei der Vereinigung zweier Gletscher sogenannte Mittelmoränen, die ein Streifenmuster im Gletscher ergeben. Mittwoch, 24. Juni 2009Gletscherbildung
Für die Gletscherbildung wird zunächst einmal eine Jahresdurchschnittstemperatur von unter 0°C benötigt. Unter der sogenannten Ablation versteht man den Umstand dass Schnee schmilzt oder sublimiert. Für die Schnee-Akkumulation muss die Ablation geringer sein als die Menge des Schneefalls damit die Schneefelder an Mächtigkeit zunehmen.
Durch Druck kommt es zu einer Zunahme der Mächtigkeit durch Kompaktion, es findet eine Schneemetamorphose von Schnee über Firn zu Eis statt. Der Gletscher bewegt sich dann von seinem Nährgebiet talabwärts zu seinem Zehrgebiet. Innerhalb des Gletschers lässt sich der Weg durch das Eis gut verfolgen. Der Weg spieglt sich an der Firnline, die auch die Schneegrenze darstellt. Die Jahresschichten im Eis lassen sich bei Vulkanasche in Island gut als Ogiven erkennen. Bleibt das Nährgebiet konstant und befindet sich der Gletscher im Fließgleichgewicht, ist also die Akkumulation gleich der Ablation, dann spricht man von einem stationären Gletscher. Dagegen wird bei dem rückschmelzenden Gletscher das Nährgebiet immer kleiner, die Gleichgewichtslinie wandert in diesem Fall langsam hangaufwärts. |
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