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Mittwoch, 24. Juni 2009Rundhöcker
Bei der Bewegung des Gletschers über ein Festgestein kommt es durch dieses Hinderniss zu einer Druckschmelze, das Eis schmilzt also kurzfristig wegen des hohen Drucks, obwohl es von der Temperatur noch gefroren sein müsste.
Die Bewegung des Gletschers über den Felsblock unter dem Schmelzwasserfilm führt zu einer Detersion, also einem Abschleifen mit Gletscherschrammen. Nach dem Hindernis fällt der Druck weg und das Wasser gefriert sofort wieder. Dabei friert der Gletscher am Untergrund fest und wird durch die Kraft des Gletschers abgerissen. Dabei kommt es zu einer Detraktion, bei der Gestein herausgebrochen wird. Durch diesen Vorgang enstehen Rundhöcker mit glatten Gesteinsoberflächen auf der einen und auf der anderen Seite scharfkantig und brüchig (sog. Schären). Samstag, 20. Juni 2009Steilküste
Eine Steilküste wird auch als Kliff bezeichnet. Durch die Brandung wird im Laufe der Zeit das Gestein oder der Geschiebemergel in Höhe der Hochwasserlinie erodiert.
Meist bilden sich Brandungshohlkehlen, die immer tiefer werden, bis das Kliff so stark überhängt dass es zusammenbricht. Dieser Prozess geht so lange, bis das Kliff nicht mehr vom Wasser erreicht wird. Vor der Steilküste kann sich eine Flachküste bilden, mit einem Strand, der hinter dem mittleren Niedrigwasser beginnt. Der Sand wird dabei vom Meer abgesogen und es verbleiben Kies und Steine, die einen Strandwall bilden können. Samstag, 20. Juni 2009Küstenlängsstrom
Normalerweise treffen Wellen parallel zur Küste auf den Strand auf. Wenn Wellen nun aber unter einem gewissen Winkel auf den Strand auftreffen, erzeugen sie einen Küstenlängsstrom. Das ist eine Strömung, die im Flachwasser entlang der Küste verläuft. Dadurch wird die Form von Sandbänken und anderen sedimentären Küstenformen beeinflusst.
Ein anderer Effekt ist aber viel interessanter: Das Wasser fließt nicht in dem selben Winkel wieder zurück, mit dem es schräg auf den Strandhang hinaufgelaufen ist! Vielmehr fließt das Wasser durch den Sog eher senkrecht zur Strandlinie wieder ab. Diese beiden Bewegungen ergeben eine Art Zickzack, so dass auf- und ablaufende Wellen den Sand seitlich weiter transportieren und ergeben den Effekt der Strandversetzung. Die Strandversetzung ist meist die Ursache der Küstendynamik, durch die auf der einen Seite begradigte Ausgleichsküsten und auf der anderen Seite Nehrungen und Lagunen entstehen. Mittwoch, 3. Juni 2009Dünen
Dünen bestehen aus Sand von einer Korngröße von typisch etwa 200 µm, gut gerundet bis kantengerundet und mit mattierter Oberfläche. Dabei findet man harte Mineralien mit guter Sortierung, kein Schluff. Bei den Dünen werden verschiedene Formen unterschieden:
Sicheldünen Die Sicheldünen sind von einem verbreiteten Windows-XP-Wallpaper bekannt. Sie haben eine sicherartige Form, man nennt sie auch Barchane. Dafür werden starke Winde aus einer bevorzugten Richtung benötigt. Man findet diese Dünen vor allem in Sandwüsten (Erg). Eine initiale Düne und die Hörner wandern dabei schneller als das Zentrum der Düne. Längsdünen Die Längsdünen sind symmetrisch aufgebaute Fortsätze der Barchanen. Der Sand wird dabei von leicht abweichend von der Vorzugsrichtung wehenden Windes sozusagen zusammengefegt. Querdünen An Sandküsten mit großem Sandangebot bilden sich bei einer Windrichtung diese Transversaldünen oder Querdünen. Parabeldüne Die Parabeldüne ist eine Bogendüne und umschließt mit der Luv-Seite eine Deflationswanne. An der den Ausläufern wird sie durch eine schüttere Vegetation zurückgehalten. Sterndüne Weht der Wind aus verschiedenen Richtungen und sind sehr große Sandmengen vorhanden bilden sich bis zu 100 Meter hohe Sterndünen, weil der Wind den Sand aus allen Richtungen zusammenfegt. Gebundene Düne Die gebundenen Dünen sind an die Oberflächenform gebunden, wie z.B. die Echodünen, die entstehen weil der Wind an einem Hindernis wie einem Busch gebrochen wird und wie von einem Echo zurückgeworfen wird. Durch den Windstau lagert sich an dieser Stelle der Sand ab. Bei den Sandrampen wird das Material vor einem Hindernis wie z.B. einem Kliff abgelagert, dagegen sind Kliffranddünen durch Verwirbelung an der oberen Kante des Kliffs entstanden. |
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