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Dienstag, 13. Oktober 2009Standardabweichung
Die Standardabweichung berechnet sich als Wurzel aus der Varianz. Dabei ist die Varianz die mittlere quadratische Abweichung der einzelnen Datenwerte vom arithmetischen Mittelwert. Klingt ganz einfach, ist es auch: Alle Einzelwerte minus den Mittelwert bilden, alle quadrieren, aufsummieren. Dann durch die Anzahl teilen und Wurzel ziehen.
Die Standardabweichung sagt ganz praktisch aus, um wieviel die Werte im Durchschnitt um den Mittelwert schwanken. Sie ist damit ein Maß für die Streuung. Genauer: 68,3% der Werte liegen im Intervall Mittelwert plusminus einer Standardabweichung. Sind Werte weiter als drei Standardabweichungen vom Mittelwert enfernt, kann man sie als Ausreißer betrachten. Ein kleiner Standardwert bedeutet, dass die Werte gut am Mittelwert liegen. Wird ein Mittelwert angegeben, gehört die Standardabweichung eigentlich immer dazu, wird aber meist weggelassen. Wenn man zwar weiß, wo der Mittelpunkt der Daten liegt, aber nicht wie variabel die Daten sind kennt man nur die halbe Wahrheit. Um Standardabweichungen vergleichen zu können, wird oft auch ein Variationskoeffizient gebildet. Dazu teilt man die Standardabweichung durch den Mittelwert (auf den bezieht sich die Standardabweichung ja sowieso). Mal 100 bekommt man dann eine Prozentzahl. Die Standardabweichung zu berechnen macht der TI Voyage 200 für eine Liste auf Knopfdruck. Im StatistikLE F4-Rechn-1VarStats und neben Mittelwert und Standardabweichung werden auch noch Quartile und Spannweite bestimmt. Dabei kann optional eine Liste der Häufigkeiten angegeben werden. Dienstag, 29. September 2009Stichprobe
Da man für eine Statistik selten die Grundgesamtheit aller Merkmalsträger berücksichtigen kann wird eine Stichprobe ausgewählt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Stichprobe zufällig aus der Grundgesamtheit genommen wird. Eine Umfrage auf einer bestimmten Website zur Sonntagsfrage wird vermutlich keine repräsentativen Ergebnisse bringen.
Neben dem Zufallsauswahlverfahren bei dem jedes Element der Grundgesamtheit die gleiche Wahrscheinlichkeit hat in die Stichprobe zu gelangen gibt es noch den Ansatz der systematische Stichproben als Auswahlverfahren, bei denen subjektive Erwägungen die Auswahl der Zielpersonen bestimmen und willkürliche Stichproben die das Zufallselement in das Ermessen z.B. eines Interviewers legen. Außerdem muss die Stichprobe groß genug sein um die Fehlergrenze nicht zu groß werden zu lassen. Im schlimmsten Fall ist die Stichprobe nur genau von der Größe eins und damit völlig unbrauchbar, sie taugt daher nur als eine Anekdote. Interessanterweise lassen sich viele Menschen von solchen Geschichten beeindrucken und ein negatives Beispiel wie z.B. ein Flugzeugabsturz reicht um ihre Verhalten zu beeinflussen. Dienstag, 29. September 2009Skalenniveau
Unter dem Skalenniveau versteht man in der Statistik die Art vonden erfassten Merkmalen der Variablen. Dabei lassen sich verschiedene Stufen der Skalierbarkeit unterscheiden, die unterschiedliche Behandlung der Daten erforderlich machen.
Zunächst gibt es die Nominalskala, das sind irgendwelche Begriffe wie die Namen von Orten, die sich aber nicht in einer Ordnung bringen lassen. Die Ordinalskala besteht auch aus Begriffen, die sich aber ordnen (größer oder kleiner!) lassen wie z.B. Schulnoten wie "gut" oder "mangelhaft". Beides wird auch als kategorial bezeichnet und beschreiben qualitative Merkmale. Die Kardinalskala wird unterschieden in die Intervallskala mit numerischen Werten, die sich schon addieren und subtrahieren lassen (z.B. Temperaturen in Grad Celsius) und die Verhältnisskala mit der man auch multiplizieren kann (weil es einen Nullpunkt gibt, z.B. Geldbeträge, 400 Euro ist doppelt so viel wie 200 Euro. Beide Arten von Merkmalen auf dieser Skala bezeichnet man deswegen auch als metrisch und sie beschreiben quantitative Merkmale. Dienstag, 29. September 2009Merkmalsträger
Die Merkmalsträger sind für die Statistik die statistischen Einheiten mit den für die jeweilige Statistik relevanten Merkmalen. Also z.B. der Student mit seine wöchentlichen Stunden im Nebenjob, die Wohnungen mit ihren Quadratmetern, Theater mit der Anzahl ihrer Besucher pro Jahr.
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