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Freitag, 12. Dezember 2008Inspire
Inspire ist die Abkürzung für "Infrastructure for Spatial Information in the European Community" und stellt den rechtlichen Rahmen für den Aufbau von Geodateninfrastrukturen. Die Richtlinie ist seit Mai 2007 gültig und soll nun in der ganzen EU umgesetzt werden, damit die grenzübergreifende Nutzung von Geodaten in Europa erleichtert wird.
Dazu müssen keine Geodaten neu erfasst werden, es geht nur um die Darstellung der Daten in einer Form, die es ermöglicht, sie für internationale Abfragen verfügbar zu machen. Das beginnt zunächst einmal mit den Geobasisdaten und soll später auf Geofachdaten ausgeweitet werden. Technisch werden dazu XML-Schemata definiert, die über Web Feature Services die Daten im Inspire-spezifischen XML-Format bereitstellen. Die fachlichen und technische Einzelheiten sind zwar in der Richtlinie selbst nicht geregelt, allerdings gibts es eine für die Mitgliedstaaten rechtlich verbindliche Festlegung durch so genannter Durchführungsbestimmungen. Für unterschiedliche Inspire-Themen (Adressen, Flurstücke, Verkehrsnetze...) werden diese separat erarbeitet und dann von den Mitgliedstaaten wiederum in nationales Recht umgesetzt. Damit wird im EU-Bereich das gesetzlich vorgeschrieben, was in Deutschland als Geodateninfrastruktur bekannt ist. Begonnen wird dabei mit Luftbildern und ihren Metadaten, um diese über die nationalen Grenzen hinweg nutzbar zu machen. In Zukunft sollen dann auch alphanummerische Informationen wie z.B. statistische Daten zur Bevölkerungsentwicklung in Städten oder Regionen abrufbar sein. Die Veröffentlichung dieser Daten ist sinnvoll um räumliche Vorgänge zu beobachten um entsprechend handeln zu können. Donnerstag, 24. Januar 2008Web Feature Service
Der Web Feature Service (WFS) erlaubt den Zugriff auf Geodaten innerhalb eines verteilten GIS über Internet-Techniken.
Der WFS arbeitet nur mit Vektordaten geographischer Features in Datenbanken und liefert im Gegensatz zum WMS und WCS keine Rasterdaten. Dabei gibt es zwei Berechtigungen: * Mit Basic-WFS ist nur-lesenden Zugriff möglich (über GetCapabilities, DescribeFeatureType und GetFeature). * Der Transaction-WFS gibt auch schreibenden Zugriff auf die Daten (zusätzlich: Transaction und LockFeature) Die Operation GetFeature erlaubt hier eine umfangreiche Parameterübergabe um gezielt die gewünschten Daten (Features) vom WFS abzufragen! Daher wird auch oft an dieser Stelle nur eine Parameterübergabe in einem XML-Datenblock über HTTP-POST erwartet statt der sonst ausreichenden HTTP-GET-Methode. Donnerstag, 24. Januar 2008Web Coverage Service
Der Web Coverage Service (WCS) stellt wie der WMS Rasterdaten bereit. Allerdings liegen hier Geodaten in einem raumbasierten Datenmodell vor, neben bis zu drei Dimensionen kann auch noch eine zeitliche Dimension bereitgestellt werden.
Damit erlaubt das WCS komplexe Anfragen zu digitalen Geländemodellen und Dreiecksvermaschungen. aber auch einfache Luftbilder (genannt Grid Coverage, also die einfachere Form des Rastermodells). Statt GetMap heißt hier die Operation GetCoverage und stellt hier auch Formate wie GeoTIFF oder DTED (Digitales Geländemodell) und natürlich GML bereit. Donnerstag, 24. Januar 2008GetFeatureInfo
Nachdem man sich mit GetCapabilities von den Fähigkeiten des WMS überzeugt hat, kann man mit GetMap z. B. eine Rasterkarte in einer passenden Größe anfordern.
Hier fehlen dann aber die Informationen über die Features, die der Anwender z. B. durch anklicken in die Karte haben möchte. Da kommt dann GetFeatureInfo zum Einsatz: Die Klickposition wird an den Server zusammen mit den Optionen für die vorliegende Karte geschickt. So kann der Server die Koordinaten berechnen die den Benutzer insteressieren, die Features (Geometrien) an der Position bestimmen und dann die angeforderten Layer als XML zurückschicken. Die Landesvermessung in Niedersachen wirbt sogar mit Mehrwert durch GetFeatureInfo für ihren OGC-konformen WMS. |
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