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Samstag, 20. September 2008GIS-Marketing
Durch den Einsatz von GIS-Marketing ergibt sich für Unternehmen ein Mehrwert. In Branchen mit hohem Wettbewerb und insbesondere Unternehmen mit globaler Ausrichtung ist die Analyse und Ausdehnung dieser Märkte für den Marketing-Fachmann von höchstem Interesse.
Die Plausibilität der Daten und Korrelationen lassen sich durch die Visualisierung und kartografische Darstellung auf einen Blick erfassen. Vor allem aber gibt der Blick auf die räumlichen Zusammenhänge Aufschluss über weitere Potentiale. Daneben ergeben sich durch den Einsatz von GIS im Marketing hohe Zeit- und Kostenersparnisse durch die Erkenntnisse über bisher unberücksichtigte Fragestellungen und Sachverhalte. Für Entscheider ergibt sich eine Verbesserung der Entscheidungkompetenz, Entscheidungsrisiken werden minimiert und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen kann gesteigert werden. Download: GIS-Marketing (Manuskript) GIS-Marketing (Präsentation) Mittwoch, 9. Juli 2008Filialplanung
Standorte der eigenen Filialen lassen sich durch GIS-Marketing mit denen des Wettbewerbs vergleichen. Eine einfache Standort-Analyse auf Basis eines routingfähigen Straßennetzes und der eigenen Standorte denen des Wettbewerbs könnte beispielsweise ermitteln, welche Wettbewerber sich im Umkreis von 10 Minuten Fußweg befinden. Dies könnte dann für Preis- und Angebotsgestaltung relevant sein.
Der Kunde ist heute stark preisorientiert und wenig loyal gegenüber einzelnen Anbietern um den Wettbewerb zu nutzen und seine Anfahrtswege kurz zu halten. Neben einer Darstellung der Wettbewerberlandschaft auf Karten ist die Filialplanung aber auch einer der wichtigsten Punkte in dieser Branche. Der Erfolg einzelner Filialen fast ausschließlich von deren Standortwahl ab. Außerdem sind zusätzliche Filialen der einzige Weg zu echtem Wachstum, da ihr Einzugsgebiet stets begrenzt ist. Geo-Informationssysteme können hier helfen, problematische Standorte zu lokalisieren und die Treffsicherheit bei der Standortwahl zu erhöhen. Die Standort-Entscheidung ist damit kein Zufall mehr, sondern betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Dies wäre bei den unterschiedlichen Daten wie Infrastruktur, Verkehrswege und Parkplätzen und außerdem Kaufkraft-, Alters, und Sozialstruktur ohne ein GIS nicht mehr zu leisten. Mittwoch, 9. Juli 2008Standortanalyse
Die Verwendung von Geoinformationen eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, potentielle Standorte zu erkennen. Geodaten lassen für andere Marketing,- Vertriebs,- oder Controllingaufgaben sinnvoll einsetzen.
Im Öffentlicher Nahverkehr liefern Daten über Pendlerströme und Nahverkehrs-Frequenzen zusammen Erkenntnisse über räumliche und zeitliche Frequenzpotentiale. Damit lassen sich Haltestellen und die Taktung für den öffentlichen Nahverkehr prognostizieren und planen. In der Logistik lassen sich effektiv verschiedene Daten in einem Geo-Informationssystem bündelt. Daten aus der Diposition und dem Auftragsmanagement lassen sich zusammen mit der Tourenplanung und dem GPS-Tracking kombinieren und auf einer Karte darstellen. Mängel in der Tourenplanung sind auf diese Weise schnell erkennbar und lassen sich beheben um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Mittwoch, 9. Juli 2008Expansionsplanung
Expansionsplanung ist eine Anwendung des Geomarketing. Man versteht darunter die Planung, Kontrolle und Steuerung des Prozesses zur Verdichtung und Ausbreitung eines bestehendes Distributionsgebietes. Damit können aktuelle und potenzielle Märkte für den Produktabsatz weiter erschlossen werden.
Geographische Modelle zur Bestimmung von Einzugsgebietsgrößen oder als Instrument zur Standortplanung haben schon lange ihren Platz im Marketing. Insofern ist der räumliche Bezug der Daten und die Einbeziehung in Entscheidungen nicht wirklich neu. Die Möglichkeiten von Geo-Informationssystemen sind aber mit den bisherigen Methoden nicht erschöpft. Mit einem GIS kann man neben Informationen über geographische Distanzen zwischen Objekten auch komfortabel die Berechnung von Flächen und Umfängen von Gebieten und sonstige Attribute beispielsweise von Verkehrswegen in die Entscheidungen einbeziehen. Durch die straßenabschnittsgenaue Verteilung vom Werbemedien lassen sich Streuverluste minimieren. Dazu ist es erforderlich, die Zielgruppe richtig einzuschätzen und auf der Basis von Marktdaten das Gebiet zu charakterisieren. Typische Kriterien sind hier das Anonymitätsbedürfnis, die Kaufkraft oder soziale Status. Hier kann auch eine Visualisierung des Gebiets hilfreich sein, um Straßenabschnitte mit hohem Zielgruppenanteil zu lokalisieren und damit Adresslisten für den Vertrieb zu erstellen. Die Potentialanalyse gibt Auskunft darüber, wo sich die Zielgruppe befindet und wo noch ein hohes Restpotential liegt (sozusagen die weißen Stellen auf der Landkarte). Dazu wird ausgewertet, wo sich die Kunden befinden und die sogenannte Penetrationsdichte visualisiert. Weiter wird in die Analyse einbezogen welche Produkte von welchen Kunden bezogen werden und dabei eventuelle Typologien berücksichtigt. Die gewonnenen Erkenntnisse können sowohl konkrete Zielgebiete für Neukundengewinnung als auch Bedarf für die Kundenbindung ausweisen. |
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