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Mittwoch, 9. Juli 2008Scoring
Die MOSAIC-Milieus sind ein Gemeinschaftsprodukt von microcom und Sinus Socovision. Die Milieus lassen sich dann mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit für ein Haus angeben oder auf gröbere Raumeinheiten hochrechnen.
Scoring bedeutet genau genommen nur das Zählen von Punkten und wird im erweiterten Sinne wird es für analytisch statistische Verfahren benutzt. Aus den erhobenen Daten werden in Verbindung mit Annahmen neue Daten gewonnen. Ist beispielsweise die Neukundengewinnung durch klassische Adresslisten erschöpft, bietet sich mit dem Scoring unter Verwendung der Milieudaten ein neuer Ansatz zur Suche zielgruppengerichteter Adressen für das Direktmarketing. Die Bestandskunden können über ein mehrstufiges Scoring-Verfahren analysiert werden und dann vergleichbare potentielle Kunden identifiziert und schließlich lokalisiert werden. Durch den Einsatz von GIS ist dann auch die Zuordnung zu einzelnen Filialen oder Außendienstmitarbeitern möglich. Mittwoch, 9. Juli 2008Zielgruppensegmentierung
Die Kunden sind (natürlich neben den Mitarbeitern) das wichtigste Kapital in einem Unternehmen. Die Zielgruppen eines Unternehmens lassen sich segmentieren, für die Einordnung der Kunden in Gruppen verwendet man sogenannte Typologien. Diese Festlegung von Gruppenzuordnungen kann man selbst entwerfen.
Die Alternative dazu ist, eine Typologie zu verwenden, die sich schon kompetenten Menschen ausgedacht haben. Meist lassen sich damit die Anforderungen schon recht gut erfüllen. Eine Typologie macht die Zielgruppe auf jeden Fall greifbar, gibt also eine erste konkrete Vorstellung vom Kunden. Die üblichen Zielgruppenbeschreibungen, die auf Alter, Einkommen und Familienstand abzielen sind dabei wenig hilfreich. Die Typologie ist konkreter und beschreibt, was der fiktive Kunde zum Frühstück isst, wie er seine Freizeit gestaltet, welche Zeitungen und Zeitschriften er liest, welche Automarke er fährt und natürlich welchen Job er hat. Mittwoch, 9. Juli 2008MOSAIC-Daten
Die MOSAIC-Daten sind von der Creditreform erarbeitete Daten für Unternehmen. Die soziodemographischen Informationen über die Kaufkraft, die Wohnsituation, die soziale Struktur und nicht zuletzt die Lebenseinstellung potentieller Kunden sollen helfen, das richtige Produkt zur richtigen Zeit dem richtigen Personenkreis nahe zu bringen.
Dazu sind Datenpakete wie „Kaufkraft“, „Mobilität“, „Sozio“ und „Bebauung“ zu erwerben. So kann das Konsumentenumfeld durch soziodemographische und ökonomische Informationen transparent gemacht werden. In Verbindung mit einem GIS lassen sich damit grafische Auswertungen in kartografischer Form einfach erstellen. In den Daten gibt es hierarchische Raumeinheiten, die nach dem „bottom-up“-Prinzip vom Haus über den Straßenabschnitt bis zum PLZ-Bereich gestaffelt sind. Die Daten zu den kleinsten Raumeinheiten (also meist ein Haus oder Häuserblock) werden in MOSAIC-Variablen gespeichert wie „Anzahl Privathaushalte“, „Anzahl Gewerbebetriebe“, „Anzahl Häuser“, „Familienstruktur“, „Durchschnittsalter HH“, „Anteil unter 30-jährige“, „Anteil über 60-jährigen“, „Ausländeranteil“, „Anonymitätsbedürfnis“, „Haustyp“, „Straßentyp“. Mittwoch, 2. Juli 2008Geokodierung
Ein Geoinformationssystem ist ein Informationssystem (also Hardware, Software, Daten und Anwendungen) mit dem raumbezogene Daten digital erfasst und dann analysiert und grafisch präsentiert werden (verkürzte Definition). Ein GIS erweitert somit die Nutzungsmöglichkeiten der klassischen Landkarte. Neben der Visualisierung spielen Geooperatoren (Abfragen und Selektionen, Abstandszonen, Verschneidung, Regionalisierung) eine wichtige Rolle zur Analyse der Geodaten.
Unter Geokodierung versteht man die Ergänzung von beispielsweise Adressdaten aus ein CRM-System mit Koordinaten. Für viele Operationen mit einem GIS ist erforderlich, da der Raumbezug nicht nur in einer sekundären Metrik (wie z. B. Postleitzahlen) vorliegt. Üblicherweise werden die Koordinaten als Metadaten zur betreffenden Information abgelegt. Für Datensätze mit Adressen kann man sich zwei weitere Felder vorstellen, die den Breiten- und Längengrad im Datum WGS84 als Dezimalwert aufnehmen. Es gibt einige Lösungen, die diesen Vorgang automatisiert durchführen können, beispielsweise bietet das Google Maps API einen Weg auf dem ein Geocoder für eigenen Anwendungen aufgesetzt werden kann. |
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