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Taschenrechner Texas Instruments Voyage 200 PLTTI Voyage 200
Erst recht spät zum Ende des 1. Semesters habe ich damals mitbekommen dass es nicht ganz egal ist, welchen Taschenrechner man für das Studium der Geoinformatik verwendet. In den meisten Fällen zieht der Prof heute die Grenze für die Klausur für die Hilfsmittel bei "alles was noch kein Notebook ist". Im Zweifel natürlich nachfragen!
Noch etwas vor dieser Grenze liegt der TI Voyage 200 und ist eindeutig als dicker Taschenrechner erkennbar. Er läuft aber nicht mit Windows oder einem Betriebssystem so wie man es kennt, sondern verwendet ein spezielles System, das von TI als CAS bezeichnet wird (Computer-Algebra-System). Damit ist der TI dann mit Paketen wie wxMaxima schon ganz gut vergleichbar. Das Gerät hat einen unglaublichen Leistungsumfang und ist in der Benutzung etwas gewöhnungbedürftig. Viele Tasten sind doppelt oder dreifach belegt, für den Einstieg empfiehlt sich so etwas wie der Voyage 200 Workshop von Mag. Gerhard Hainscho. Der so genannte Hauptbildschirm entspricht dem was man von einem Taschenrechner erwartet, allerdings viel besser, man kann alte Aufgaben verändern und Ausgaben mit vielen Nachkommastellen in eine neuen Formel übernehmen und Brüche und Wurzeln werden schick dargestellt.
Was man dann noch so braucht, nur mal eben suchen wie der Voyage das macht, der kann das: Matrizen werden mal im Rekordtempo invertiert (einfach "hoch minus eins") oder multipliziert. Funktionen ableiten? Gar kein Problem: diff(Funktion,Variable). Um eine Gleichungen aufzulösen sagt man der Solve-Funktion nur die Gleichung und die Variable nach der aufzulösen ist. Das Ganze immer genau, also Ergebnisse als Wurzel oder Bruch, optional natürlich auch approximiert als Dezimalzahl wie bei anderen Taschenrechnern auch. Und sogar im Bereich der Normalverteilung, wo andere noch in ihren Tabellen suchen gibts die passende Funktion. Daneben gibt es die sogenannten Applikationen. Davon kann man sich auf der Website von TI oder bei ticalc.org so einige herunterladen. Es gibt dabei beachtliche Pakete und ziemlichen Quatsch. Programmiert wird entweder in C (mit einem speziellen gcc) oder in TI-Basic (einer BASIC-artigen Programmiersprache mit Funktionen). Bei dem Voyage heißt alles Variable, egal ob es ein Programm, eine Matrize, eine Liste oder wirklich ein Speicher für eine Zahl ist. Der Unterschied wird durch einen Variablentyp erkennbar. Mit dem Rechner bekommt man ein Kabel mit USB-Anschluss, das auch als SilverLink bezeichnet wird. Dazu gibt es ein Programm TI-Connect, mit dem man Variablen uf den PC und wieder zurück schieben kann. Wie schon erwähnt kann das alles sein: Zahlen, Matrizen, Listen, ausführbare Programme und sonstige Daten die zu speziellen Programmen gehören. Um zum Beispiel das Programm zur Auswertetechnik zu installieren werden die entpackten Datei nur auf den Taschenrechner geschoben. Genauso kann man auch das Statistikpaket schnell und einfach installieren. Auch sinnvoll fürs Studium ist der TI-Reader, mit dem man spezielle E-Books lesen kann, in denen man sich z.B. Definitionen notiert. |
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